Mephistos Rache

37_U1_MR_140Am Anfang stand die Idee. Endlich mal was Unkommerzielles mit fast unbekannten Autoren schLit.Limbus. Geschichten aus der literarischen Vorhöllereiben, ohne dass Margen, Abverkaufspreise und Auflage eine Rolle spielen. Ganz nach dem Geschmack eines Kleinverlags. Den Ausschlag gaben zwei Gespräche mit Großhandelsprofis während der Leipziger Buchmesse 2010, bei denen unterm Strich herauskam, dass die Kriterien für die Buchauswahl im Buchhandel lauten: 1. welcher Verlag, 2. Höhe des Verkaufspreises, 3. Höhe der Auflage, 4. Covergestaltung, 5. Name des Autors. Ein Satz, der mir ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf ging, war: „Das Cover spricht nicht an.“ Es handelte sich dabei um das Cover der „Saga der Drachenschwerter“, das der Künstler Boris Budisa entworfen hat. Nun ja – über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber wenn man selbst damit nichts mehr reißen kann …Dann kann man auch getrost das tun, was man will! – Und das war die Vorgabe: Sechs Autoren, 500 Euro, ein lukrativer Verlagsvertrag und die Seele des Gewinners für den Höllenfürsten persönlich! Darum geht es in der Wette, die Mephisto und Johann abschließen, um der tödlichen Langeweile des Elysiums zu entkommen. Außerdem will sich der Teufel an Johann rächen, weil er Fausts Seele vor über 200 Jahren nicht bekommen hat. Ihr Handel ist gefährlich und zudem im Jenseits von höchster Stelle verboten. Trotzdem mischen der Schöpfer, die Angehörigen des Clubs der toten Dichter und das Kulturdezernat kräftig mit. Als der Doppelagent Oscar W. und Mrglf, die Sekretärin des Teufels, eingreifen, eskaliert die Situation: Romanfiguren werden lebendig. Ein Ghostwriter ist mehr als nur eine Schreibhilfe. Und eine Erbschaft, die eine Schreibblockade beheben soll, entpuppt sich als Vorgeschmack auf die Hölle.  Kurz: Der Autor, der nicht um sein Leben schreibt, ist schon so gut wie tot! – Da steigt die Heilige Johanna, die Königin der Verleger, wie der Phönix aus der Asche in höchste Branchensphären auf und rächt sich an all den Gutmenschen, die sie stets mit den falschen Büchern gefüttert haben. Doch bevor klar ist, wessen Seele in Mephistos Reich wechseln muss, taucht ER auf – der wahre Rächer …

Aus meiner Feder stammen drei Romane:

Lit.Limbus Nr. 5: Joe Browns BegräbnisJoe Browns Begräbnis – Lit.Limbus Heft Nr. 5, Erstausgabe 17.01.2011

Johanna hat Hunger. Und liebt Tierlexika. Ihre Mutter, arbeits- und hoffnungslos, hat ihre pubertierende Tochter längst vergessen, während Johanna immer weiter durch das soziale Netz fällt. Der Gerichtsvollzieher ist bei ihnen Dauergast, bis plötzlich der Notar Hupprich einen geheimnisvollen Brief mitbringt. Von diesem Moment an ändert sich Johannas Leben. Der versiegelte Brief katapultiert Johanna und ihre Mutter aus der sozialen Unterschicht in die Welt der Superreichen, in der sie fortan ihre Rollen spielen und sich weiterhin mit Kuchen und anderen Wohltätigkeiten nötigen lassen müssen. Nach ein paar Jahren in der neuen Welt kehrt sie als Joe Brown zurück in die Armut. Erst bei einem etwas zu burlesken Rollenspiel, als ihr Martin über den Weg läuft, stellt sie fest, dass auch Bücher lügen können. Das ist die Initialzündung für Johanna. Sie nimmt die Fäden in die Hand und lässt Macht und Einfluss spielen, um der Welt der Bücher Herr und Meister zu werden.

Lit.Limbus Nr. 8: EinschnitteEinschnitte – Lit.Limbus Heft Nr. 8, Erstausgabe 14.03.2011

Aaron Tamino hat es geschafft. Als Silvio Canetti könnte er die Messe rocken, zusammen mit seiner Verlegerin Sabine Stiebach-Haucke. Gäbe es da nicht die Protagonisten der Vorläufer-Hefte. Der Leser trifft den psychotischen Jason Manz wieder, der nur noch mit Schießeisen herumläuft, Frank Trash, der plötzlich von aller Welt verstoßen scheint. Viktor Horken findet sein Heil in Sally Bell, die sich sofort mit Scarlatti, dem zweitmächtigsten Mann des Burning-House-Imperiums, anlegt. Und seine Chefin, Johanna von Brauninger, sitzt und schaut und – lächelt. Dazu kommen vier Autoren, die sich zum ersten Mal live und in Farbe treffen, nachdem sie monatelang in ihrem Forum auf ihren Verleger geschimpft haben. Doch stammen wirklich alle Figuren aus unserem Universum? Oder hat die Hölle mal wieder eine teuflische Karte ausgespielt und einen Dämon auf die Menschen angesetzt? Und noch wichtiger. Wer in diesem Spiel ist Mensch, wer Dämon? Die Antwort allein kennt Fritz Leipold. Glaubt er zumindest. Und so kommt es zum vorerst entscheidenden Showdown, an dessen Ende wieder alles offen ist …

Lit.Limbus Nr. 13: JourfixeJourfixe – Lit.Limbus Heft Nr. 13, Erstausgabe 18.07.2011

Mephisto ist beleidigt. Man wirft ihm Unfähigkeit vor – ihm, dem Herrscher der Hölle! Das will er nicht auf sich sitzen lassen und verzieht sich in sein Heimkino, um einen kritischen Blick auf die Wettteilnehmer zu werfen. Auch Johann ist gespannt, was sich auf der Erde tut, während die Heilige Johanna ein letztes Mal die Karten mischt und das Leben der Autoren beeinflusst. Die haben derweil Rache im Sinn und bereiten eine alles entscheidende Pressekonferenz vor, die die Machenschaften des Brauninger’schen Imperiums ans Licht bringen soll. Werden sie es schaffen? Findet Leipold, der Geist, endlich Erlösung? Wird Paul DeLux wirklich der Bestsellerautor des Jahres? Wird Manz mit dem Mord an Frank Trash konfrontiert? Kann Sally Bell Viktor Horkens Erinnerung reaktivieren? Und was passiert mit Silvio Canetti alias Aaron Tamino, der so vielversprechend durchstartete und dann heftigst abstürzte? Findet sich gar ein Autor, der aus diesem hitverdächtigen Stoff ein Buch zimmert? Und was sagt der Höchste aller Literaten, der Schöpfer persönlich, zu dem Schlamassel? In dieser allerletzten Wettabrechnung werden wir es erfahren …

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